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Orang-Utans: Mehr Sex durch Tarnung als Weibchen
Dienstag, den 05. März 2013 um 16:09 Uhr

Forscher klären, warum fast alle Affenmännchen auf Sumatra Weibchen-ähnlich bleiben
Lange war rätselhaft, warum fast alle Orang-Utan-Männchen auf Sumatra sich äußerlich als Weibchen tarnen - sie haben keine Wangenwülste und bleiben kleiner als normal. Jetzt haben Schweizer Forscher eine Erklärung dafür gefunden: Weil der einzige "Pascha" der Region dank reichlich Nahrung genügend Zeit hat, seine Weibchen zu verteidigen, ist es für die anderen Männchen lohnender, sich zu tarnen und sich heimlich Paarungen mit den Weibchen zu erschleichen.
"Orang-Utans unterschieden sich von allen anderen Menschenaffen, denn ihre Männchen durchlaufen zwei verschiedene Entwicklungsstufen. Nach dem sie geschlechtsreif werden, durchleben sie zunächst eine Periode, in der sie klein bleiben und äußerlich eher Weibchen ähneln. In dieser Zeit ziehen diese "Wanderer" umher und versuchen, sich eine Kopulation mit einem Weibchen zu erschleichen. Erst etwa ab dem 15. bis 20. Lebensjahr und meist auch nur, wenn sie ein eigenes Territorium errungen haben, bilden sich bei den Männchen die typischen sekundären Geschlechtsmerkmale wie Wangenwülste und Kehlsäcke aus. Erst jetzt sind sie eindeutig als Männchen zu erkennen.

Rätselhafter Stillstand im getarnten Zustand
Ungeklärt war bisher aber, warum einige Wanderer mehrere Jahre lang oder sogar während ihres ganzen Lebens auf dieser Entwicklungsstufe verharren, ohne dass der letzte Wachstumsschub einsetzt. Wie Lynda Dunkel und ihre Kollegen vom anthropologischen Institut und Museum der Universität Zürich nun nachweisen, spielt dafür offenbar die Umwelt und das Nahrungsangebot ihrer Umgebung eine wichtige Rolle. Ausganspunkt ihrer Studie war die Beobachtung, dass dieser Entwicklungsstillstand auf Sumatra öfter vor als auf Borneo, der anderen südostasiatischen Insel, auf der Orang-Utans noch beheimatet sind.

Auf Sumatra machten die Forschenden doppelt so viele kleine Männchen aus als ausgewachsene mit Wangenwülsten. Während der fünfjährigen Beobachtungsphase im Regenwald bildete nur ein einziges Männchen dort die sekundären Geschlechtsmerkmale aus. Dieses dominante Männchen die monopolisiert auch die sexuellen Beziehungen zu den Weibchen. Auf Borneo hingegen gibt es zwei Mal mehr Männchen mit Wangenwülsten als ohne. Diese streiten daher auch sich viel öfter um die Gunst der fortpflanzungsfähigen Weibchen.

 
Intelligenzduell Mensch gegen Affe

Menschenaffen ähneln den Menschen, und sie beweisen oft erstaunliche Intelligenz: Sie benutzen Werkzeuge, verfolgen gemeinsame Strategien und kommunizieren. Trotzdem muss es einen entscheidenden Unterschied geben. Schließlich beherrschen Menschen den Planeten, nicht Schimpansen oder Orang-Utans. Offensichtlich sind Menschen klüger. Aber worin besteht ihre intellektuelle Überlegenheit? Eine naheliegende Vermutung ist, dass Menschen ganz einfach grundsätzlich intelligenter sind als Menschenaffen. Dazu passt die Tatsache, dass das menschliche Gehirn durchschnittlich etwa dreimal so groß ist wie das eines Menschenaffen. Aber wie sich die kognitiven Fähigkeiten der Affen tatsächlich von den menschlichen unterscheiden, konnte bisher niemand genau sagen. Jetzt haben Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig erstmals einen Test entwickelt, mit dem sich die Intelligenz von Menschen und Menschenaffen direkt vergleichen lässt.

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Empathie bei Menschenaffen
Donnerstag, den 01. September 2011 um 05:56 Uhr

Die Erforschung einer eng mit dem Menschen verwandten Primatenart, dem Orang-Utan, ermöglicht Einsichten in die evolutionsbiologischen Wurzeln menschlicher sozialer Emotionen. In dieser Studie soll das empathische Verhalten von Menschenaffen untersucht werden: Hilft ein Orang-Utan einem Artgenossen mit größerer Wahrscheinlichkeit, wenn er zuvor beobachtet hat, wie dieser emotional "geschädigt" wurde?
Eine Studie von Amrisha Vaish, Malinda Carpenter und Michael Tomasello (2009) hat gezeigt, dass bereits 18 Monate alte Kinder in der Lage sind, sich in die Emotionen anderer hineinzuversetzen, selbst wenn der emotionale Stress des anderen nicht offensichtlich ist. Daran angelehnt wird eine ähnliche Untersuchung mit Menschenaffen im Wolfgang-Köhler-Primatenforschungszentrum in Leipzig und in einer Auffangstation für Orang-Utans in Borneo durchgeführt.

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Waldzerstörung

WWF-Holzhandelsprojekt erlaubt illegalen Holzeinschlag und Waldzerstörung und versagt bei der Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen


Eine neue Untersuchung von Global Witness deckt auf, dass das Aushängeprojekt des WWF zur Förderung nachhaltiger Holzgewinnung – das sogenannte Global Forest and Trade Network (GFTN) – Unternehmen gestattet, aus den Vorteilen einer Zusammenarbeit mit WWF und seinem ikonischen Panda-Symbol zu profitieren und zugleich weiterhin Wälder zu zerstören und mit illegal gewonnenem Holz zu handeln. Während das GFTN darauf abzielt, solche Praktiken während der ersten fünf Jahre der Mitgliedschaft zu reduzieren und zu eliminieren, verderben systemische Verfehlungen die Wirksamkeit des Projektes für den Waldschutz..

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