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Greenpeacetest


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Die Greenpeace-Petition gegen Palmöl finden Sie hier: https://wald.greenpeace.at/palmoel/

Greenpeace-Test: Gesundheitsgefahr durch Palmöl in Lebensmitteln
Milka-Erdbeer-Schokolade und Margarinen stark mit krebserregenden Schadstoffen belastet – Auch Umweltmediziner Hutter warnt
Presseaussendungen - 27 September, 2017
Wien – Greenpeace hat eine Reihe von Markenprodukten aus dem österreichischen Lebensmittelhandel, die Palmöl enthalten, auf gesundheitsgefährdende Stoffe untersuchen lassen. Die Ergebnisse zeigen teils alarmierend hohe Konzentrationen von wahrscheinlich krebserregenden Schadstoffen. Ein Kleinkind hat zum Beispiel nach zwei Stückchen der getesteten Milka-Erdbeer-Schokolade bereits die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge des Schadstoffs 3-MCPD-Ester erreicht. Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit fordert nun von Gesundheitsministerium, Produzenten und Handel sofortige Maßnahmen. KonsumentInnen empfiehlt die Umweltschutzorganisation, soweit wie möglich auf Produkte mit Palmöl zu verzichten. Palmöl ist in tausenden Lebensmitteln in österreichischen Supermärkten zu finden.

„Der Einsatz von Palmöl hat drastische Auswirkungen auf die Umwelt und auf die menschliche Gesundheit. Für die gesundheitsgefährdenden Stoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Ester, die bei der Raffination von Palmöl entstehen, gibt es bislang keine gesetzlichen Grenzwerte. Das ist grob fahrlässig. Wie unsere Untersuchung zeigt, können diese Schadstoffe in sehr hohen Mengen in Lebensmitteln enthalten sein“, sagt Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster. Die Umweltschutzorganisation hat elf Lebensmittel, acht davon mit Palmöl, bei der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) testen lassen. Untersucht wurden Nougatcremen, Tortenecken, Tortenglasuren, Schokoladen, Margarinen und Packerlsuppen. Während in allen Produkten mit Palmöl die Schadstoffe gefunden wurden, konnten sie in zwei der Palmöl-freien Lebensmittel gar nicht und im dritten nur in ganz geringen Mengen bestimmt werden.

3-MCPD wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als möglicherweise krebserregend eingestuft, Glycidol - das bei der menschlichen Verdauung von Glycidyl-Ester frei wird- sogar als wahrscheinlich krebserregend. Glycidol hat sich außerdem als erbgutverändernd erwiesen. Für diesen Stoff gibt es daher auch keine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI, Tolerable Daily Intake), die Aufnahme solle jedenfalls minimal sein, so die EFSA. Die Greenpeace-Testergebnisse zeigen bei Produkten mit Palmöl derart hohe Konzentrationen von 3-MCPD-Ester, dass vor allem bei Kindern der TDI von 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht rasch überschritten wird. Auch bei Glycidyl-Ester wurden hohe Konzentrationen gefunden. Besonders gravierend sind beide Werte bei der getesteten Milka-Erdbeer-Schokolade (0,993 bzw. 0,377 mg/kg) und bei den getesteten Margarinen von Alsan (0,810 bzw. 0,689 mg/kg) und Rama Original in Würfelform (0,619 bzw. 0,220 mg/kg). Schuster: „Wir raten dringend bis auf Weiteres vor allem bei Kindern vom Verzehr dieser Produkte ab. Denn ein Kind hat die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 3-MCPD-Ester bereits nach elf Gramm, also nach zwei Stückchen der getesteten Erdbeer-Schokolade, erreicht. Bei den beiden Margarinen genügen 13 bzw. 17 Gramm, also zwei dünn bestrichene Semmelhälften. Und da ist noch nicht berücksichtigt, dass Kinder und Erwachsene an einem Tag oft eine Vielzahl an weiteren Palmöl-haltigen Produkten konsumieren.“

Auch Assoz.-Prof. Dr. DI Hans-Peter Hutter, Sprecher der ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt, warnt im Zuge der Veröffentlichung der Testergebnisse vor dem Konsum von Lebensmitteln mit hohem Palmöl-Anteil. Verschiedene Erhebungen hätten gezeigt, so Hutter, dass gerade sensible Gruppen wie Säuglinge, Kleinkinder und Kinder höhere Mengen an 3-MPCD- und Glycidyl-Ester im Alltag konsumieren. „Produkte, die vor allem diese Risikogruppen ansprechen, wie etwa Schokolade, müssen daher besonders strenge Auflagen erfüllen. Die Beobachtung, dass solche Produkte den TDI nahezu ausschöpfen oder sogar übersteigen, muss Anlass zum Umdenken beim Einsatz von Ausgangsprodukten dieser Nahrungsmittel und bei Herstellungsverfahren sein“, sagt der Umweltmediziner.

Greenpeace fordert nun vom Gesundheitsministerium sofortige flächendeckende Produkttests und die Veröffentlichung der Testergebnisse bei TDI-Überschreitungen. „Vom Konsum von Lebensmitteln, bei denen bereits bei sehr geringem Verzehr der TDI-Wert überschritten werden kann, muss unbedingt öffentlich abgeraten werden“, so Schuster. Es brauche außerdem dringend strenge gesetzliche Grenzwerte für die Schadstoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Ester. Und auch der Lebensmitteleinzelhandel sei in der Verantwortung, so Schuster. „Der Handel muss aus unseren Test-Ergebnissen die Konsequenzen ziehen und die drei am höchsten belasteten Produkte solange aus den Regalen nehmen, bis flächendeckende Untersuchungen seitens der Behörden vorgenommen wurden. Sobald sich die Ergebnisse des Greenpeace-Tests bestätigt haben, muss der Handel die Produkte komplett auslisten.“ Weiters müssten Handel und Hersteller schrittweise den Anteil von Palmöl in Produkten reduzieren beziehungsweise Palmöl-freie Produkte in sämtlichen Kategorien anbieten. Zur Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen verlangt Greenpeace die sofortige Einberufung eines Palmöl-Krisengipfels durch Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner.

Die Ergebnisse des Greenpeace-Tests im Detail finden Sie hier: http://bit.ly/2whXvhH

Die Einschätzung dazu von Assoz.-Prof. Dr. DI Hans-Peter Hutter finden Sie hier: http://bit.ly/2wQ6ECd

Bildmaterial zu den getesteten Produkten finden Sie hier: http://bit.ly/2fn76Nh
Dieses kann unter Angabe des Copyrights (Greenpeace / Mitja Kobal) verwendet werden.

Allgemeine Informationen zu Palmöl finden Sie hier:http://bit.ly/2wRVnRM

 
Die Orang-Utans verschwinden

Borneo: Die Orang-Utans verschwinden

Quelle:(Cell Press/ Max-Planck-Gesellschaft, 16.02.2018 - DAL)

Zahl der Menschenaffen hat sich in den letzten 16 Jahren um mehr als 100.000 verringert

Dramatischer Verlust: In den vergangenen 16 Jahren ist die Zahl der Orang-Utans auf Borneo um mehr als 100.000 Tiere zurückgegangen. Schuld an dieser Dezimierung sind vor allem die Abholzung der Regenwälder und die Wilderei, wie Forscher im Fachmagazin "Current Biology" berichten. Sie warnen, dass die Population der bedrohten Menschenaffen ohne entsprechende Schutzmaßnahmen in Zukunft noch weiter schrumpfen könnte.
Ein Orang-Utan-Weibchen mit Nachwuchs: Dieser Anblick wird auf Borneo immer seltener.
Orang-Utans sind die größten baumbewohnenden Säugtiere – und die letzten verbliebenen Großen Menschenaffen Asiens. Verbreitet sind die rostroten Primaten auf den Inseln Sumatra und Borneo. Doch dort sind sie mehr und mehr bedroht. Durch die Abholzung von Regenwäldern und andere menschliche Aktivitäten zerfällt der Lebensraum der charismatischen Baumbewohner in Fragmente und schrumpft. Wilderei gefährdet die Tiere zusätzlich.
An dieser Bedrohungslage konnten offenbar auch intensive Schutzbemühungen nichts ändern. Denn trotz solcher Maßnahmen ist die Zahl der Orang-Utans auf Borneo in den vergangenen 16 Jahren dramatisch zurückgegangen, wie Forscher um Maria Voigt vom Max-Planck-Institut für Anthropologie in Leipzig nun berichten.
Schneller Rückgang
Für ihre Volkszählung unter den roten Riesen haben Voigt und ihre Kollegen zwischen 1999 und 2015 durchgeführte Feldstudien ausgewertet. Auf Basis der dabei gezählten Orang-Utan-Nester schätzten sie die Stärke und Entwicklung der Population auf der Insel ab. Die neuen Zahlen deuten zwar einerseits daraufhin, dass es auf Borneo ursprünglich mehr Orang-Utans gab als angenommen. Andererseits verschwinden sie aber auch schneller als vermutet.
Das erschreckende Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Menschenaffen ist in den vergangenen 16 Jahren in Bedrängnis gekommen. Insgesamt verringerte sich die Zahl der Orang-Utans dabei um mehr als 100.000 Tiere. Von den 64 auf der Insel verteilt lebenden Gruppen bestehen heute nur noch 38 aus mehr als 100 Individuen, wie das Team berichtet. Diese Zahl gilt als Mindestgröße, damit eine Population auf Dauer überlebensfähig ist.

Problem Wilderei
Die Gründe für diesen Rückgang sind eindeutig: Am dramatischsten verringerte sich die Zahl der Orang-Utans dort, wo Gebiete abgeholzt oder in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt wurden. Doch auch in vollkommen unberührten Wäldern oder solchen, in denen nur selektiv Holz geschlagen wird, verschwinden Tiere.
Dort ist zwar nicht die Rate des Rückgangs, wohl aber der zahlenmäßige Verlust am höchsten. Denn dort leben die meisten Orang-Utans. Ein möglicher Grund für diese überraschend großen Verluste in vermeintlich unberührten Wäldern: In diesen Rückzugsgebieten treiben unter anderem Wilderer ihr Unwesen, die es auf das Fleisch der Affen oder niedliche Jungtiere für den Haustierhandel abgesehen haben.

Anpassungsfähiger als gedacht
Genau diese hohen Tötungsraten sind es, die die Menschenaffen nicht verkraften können: "Orang-Utans haben nur selten und wenig Nachwuchs. Eine frühere Studie zeigt: Wenn nur einer von 100 ausgewachsenen Orang-Utans pro Jahr aus einer Population entfernt wird, stirbt diese Population sehr wahrscheinlich aus", sagt Mitautor Serge Wich von der John Moores University in Liverpool.
Daneben gibt es aber auch etwas Positives zu vermelden: Orang-Utans wurden oft als sehr sensible Tiere beschrieben, die nur unter den besten ökologischen Bedingungen überleben können. Die neuen Daten zeigen jedoch, dass die Menschenaffen anpassungsfähiger sind als gedacht. So kommen sie überraschenderweise auch in stärker degradierten Wäldern und sogar in einigen Plantagen vor und können selbst in kleinen Waldgebieten überleben.
Zehntausende Borneo-Orang-Utans könnten in den nächsten 35 Jahren allein durch die Zerstörung ihrer Lebensräume verschwinden.

Kein Grund zur Entwarnung
Schon frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Tiere sich an neue Nahrung gewöhnen können und sich nicht nur von Baum zu Baum, sondern auch auf dem Boden effizient fortbewegen. Womöglich liegt es auch an dieser Flexibilität, dass es auf Borneo noch einige halbwegs stabile Populationen gibt.

Ein baldiges Aussterben der Baumbewohner sei dank dieser stabileren Populationen nicht zu befürchten. Grund zur Entwarnung sei dies aber trotzdem nicht, schreiben die Forscher. Denn ihre Schätzung zeigt: Weitere 45.000 Orang-Utans könnten in den nächsten 35 Jahren allein durch die Zerstörung ihrer Lebensräume verschwinden – die Wilderei ist da noch nicht mitgerechnet.

Intensivere Maßnahmen nötig
Voigt und ihre Kollegen fordern deshalb, dass die Jagd auf Fleisch, das Töten der Tiere in Konfliktsituationen und der Haustierhandel künftig stärker angegangen werden müssen. Mögliche Maßnahmen dagegen wären eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, Hilfsangebote zur Konfliktlösung in den Gemeinden und eine konsequentere Strafverfolgung von Wilderei und illegalen Rodungen.

"Für den Artenschutz ist es wichtig, dass die Botschaft aus unserer Studie von den indonesischen und malaysischen Naturschutzbehörden aufgegriffen wird, und dass geeignete Strategien entwickelt werden, die den aktuellen Populationsrückgang berücksichtigen", sagt Erik Meijaard von der University of Queensland in Brisbane. (Current Biology, 2018; doi: 10.1016/j.cub.2018.01.053)





 
Der Klimawandel und seine Folgen

Der Klimawandel und seine Folgen
Quelle: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/100/Seite.1000200.html

Seit der Industrialisierung wurden weltweit auch verstärkt Treibhausgase freigesetzt. Dadurch wurde ein massiver Eingriff in das weltweite Klimasystem eingeleitet.

Die durchschnittlichen Temperaturen auf der Erde werden in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. Diese Erwärmung wird durch den sogenannten Treibhauseffekt verursacht.

Wir befinden uns derzeit inmitten eines Klimawandels.

Im Folgenden findet sich eine Auswahl an Auswirkungen des Klimawandels auf globaler Ebene sowie unmittelbar in Österreich:

Globale Folgen
Mögliche Folgen in/für Österreich

Globale Folgen

Studien zeigen, dass vor allem Gebiete, die nur knapp über dem Meeresspiegel liegen, am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sein werden.

Aber auch andere Gebiete bleiben nicht verschont – hier die gravierendsten globalen Folgen des Klimawandels:

Temperaturanstieg
Ernteausfälle
Zunahme an Naturkatastrophen und Extremereignissen wie beispielsweise
Schwere Niederschlagsereignisse
Überschwemmungen
Stürme
Dürren
Hitzewellen
Feuer
Hagel
Lawinen
Muren
Bodenerosion
Anstieg des Meeresspiegels
Gletscherschmelze

Die Lebensumstände für Menschen, Tiere und Pflanzen können sich ebenso verändern:

Heutige Wohngebiete könnten unbewohnbar werden durch Hitze, Dürre, steigenden Meeresspiegel etc.
Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt – viele bedrohte Tierarten und Pflanzen werden die Anpassung an die veränderten Lebensumstände nicht schaffen
Das Auftauchen von bisher unbekannten Krankheitserregern und Krankheiten wird Medizin und Forschung vor neue Herausforderungen stellen

Da arme Bevölkerungsschichten am stärksten von den zu erwartenden Katastrophenfällen betroffen sein werden, sind in absehbarer Zeit auch Flüchtlingsströme und Völkerwanderungen von bisher unbekanntem Ausmaß zu erwarten. Diese Auswirkungen des Klimawandels werden wiederum weltweit zu spüren sein und können auch nur global bewältigt werden.
Mögliche Folgen in/für Österreich

Die Auswirkungen dieses Klimawandels sind vielfältig. Die Durchschnittstemperaturen werden in Österreich bis zur Mitte dieses Jahrhunderts voraussichtlich um mehr als 2 Grad Celsius gegenüber den 1980er Jahren ansteigen. Zu erwarten sind heiße, trockenere Sommer mit etwa doppelt so vielen Tagen über 30 Grad Celsius wie bisher. Die Winter dürften im Durchschnitt weniger kalt und damit weniger schneereich werden, v.a. eine Abnahme der Tage mit Schneebedeckung wird für eine Reihe von Wintersportorten "prognostiziert".

Mögliche Konsequenzen eines weiteren Temperaturanstiegs sind im Alpenraum: wachsende Intensität und Frequenz von Niederschlägen, mehr Hagel, aber auch mehr Dürreperioden, Verringerung des Bodenwassergehalts, Hochwasser, Murenabgänge, Gletscherrückgang, Schädlingsinvasionen etc.

Der Anstieg der Permafrostgrenze führt zu einer zunehmenden Gefahr von Bergstürzen in alpinen Regionen.

Die Landwirtschaft gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Aktivitätsfeldern. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit und der erhöhten Klimavariabilität werden Ertrags- sowie Qualitätseinbußen und abnehmende Ertragssicherheit zum normalen Wirtschaften gehören. Auszugehen ist auch von einer rascheren Entwicklung von Schadinsekten, wobei sich wärmeliebende Arten stark nach Norden ausbreiten.

Ähnliche Probleme zeigen sich auch in der Forstwirtschaft. Die Fichte als häufigste heimische Baumart ist der große Verlierer des Temperaturanstiegs. Durch den zunehmenden Trockenstress und vermehrten Schädlingsbefall kommt sie stark unter Druck. Vielerorts kommt es zum Verlust der Schutzfunktion des Bergwalds. Waldbrände im Sommer könnten, ähnlich wie bereits jetzt im Mittelmeerraum, zu einer Bedrohung in Österreich werden.

Die alpinen Gletscher haben in den letzten 100 Jahren rund 50 Prozent ihres Eises aufgrund von Temperaturanstieg und veränderter Niederschlagssituation verloren. Eine Fortsetzung dieses Trends wird erwartet. Der sichtbare Rückgang der Gletscher in den Alpen bedeutet einen Verlust natürlicher Wasserspeicher und eine deutlich verminderte Attraktivität der Bergregionen, was wieder hohe Bedeutung für den Tourismus hat. Milde Winter ohne Naturschnee bzw. zu niedrige Temperaturen oder zu wenig Wasser für künstliche Beschneiung könnten sich negativ auf den Wintertourismus auswirken.

Nicht zu unterschätzende Gefahren für die Gesundheit des Menschen ergeben sich einerseits aufgrund direkten Hitzestress (einschließlich geringer nächtlicher Abkühlung), andererseits durch die geänderte Verbreitung von Krankheitserregern bzw. deren Überträgern.
Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel

Im September 2014 wurde der erste österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel veröffentlicht. Mehr als 240 österreichische Klimaforscherinnen/österreichische Klimaforscher haben an der vom Klima- und Energiefonds geförderten Erstellung des Berichts mitgewirkt. Der über 1.000 Seiten starke Bericht enthält den aktuellsten Kenntnisstand über den Klimawandel und seine Auswirkungen in Österreich sowie über Maßnahmen der Minderung und Anpassung.
Weiterführende Links

Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel und Zusammenfassung für Entscheidungsträger (APCC)
Informationen und Links zum Klimawandel (BMNT)
Klimawandel (Umweltbundesamt)

 
Presseradar

https://www.pressreader.com/austria/die-presse/20180216/281513636622773

 

 
Dramatischer Rückgang von Orang-Utans auf Borneo

Quelle Kronenzeitung!


Dramatischer Rückgang von Orang-Utans auf Borneo

Auf Borneo ist die Zahl der dort lebenden Orang-Utans trotz Schutzmaßnahmen dramatisch gesunken. Seit dem Jahr 1999 ist der Bestand der Menschenaffen auf der südostasiatischen Insel laut einer neuen Studie um rund 100.000 Tiere geschrumpft. Schuld daran ist die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen, die dazu führt, dass immer mehr Wälder abgeholzt werden.
Daten, die jetzt von einem internationalen Forscherteam aus 38 Institutionen veröffentlicht wurden, zeigen zum einen, dass es auf Borneo zwar mehr Orang-Utans gibt als bisher angenommen, das zum anderen die Verlustraten aber auch viel höher sind als gedacht. Der Rückgang ist am dramatischsten jenen Gebieten, die abgeholzt oder in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt wurden, wie das das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig am Donnerstag mitteilte.

Überraschend für die Forscher war jedoch, dass der Verlust in Urwäldern und Wäldern, in denen teilweise Holz geschlagen wird, am größten ist. Dort kommen auch die meisten Orang-Utans vor. Die Verfolgung durch den Menschen, wie zum Beispiel das Töten der Tiere in Konfliktsituationen und Jagd für Fleisch und den Haustierhandel, ist den Forschern zufolge wahrscheinlich einer der Hauptgründe für den Rückgang in diesen Waldgebieten.

Affen anpassungsfähiger als gedacht
Orang-Utans sind demnach anpassungsfähiger als ursprünglich gedacht. So bewegen sie sich zum Beispiel häufiger auf dem Boden fort und können sich von Pflanzen ernähren, die ursprünglich nicht zu ihren natürlichen Nahrungsquellen gehörten - wie etwa Akazie oder Ölpalme. Das ermöglicht ihnen, in zerklüfteten Landschaften und viel kleineren Waldgebieten zu überleben, als Wissenschaftler es bisher für möglich hielten."Was die Orang-Utans aber nicht verkraften können, sind die hohen Tötungsraten, die wir derzeit beobachten", erklärte Koautor Serge Wich von der Liverpool John Moores University. "Orang-Utans haben nur selten und wenig Nachwuchs." Wenn nur einer von hundert ausgewachsenen Orang-Utans pro Jahr aus einer Population entfernt wird, stirbt diese Population sehr wahrscheinlich aus, wie frühere Studien zeigten.

Population noch recht stabil
Dennoch halten es die Forscher für unwahrscheinlich, dass der Borneo-Orang-Utan in absehbarer Zeit aussterben wird. Es gebe nach wie vor stabile Populationen in Teilen des malaysischen Borneos und den größeren Nationalparks im indonesischen Borneo. Trotzdem sei es dringend notwendig, zusätzliche Verluste zu verhindern. Weitere 45.000 Orang-Utans könnten in den nächsten 35 Jahren allein durch die Zerstörung ihrer Lebensräume verschwinden, warnten die Experten.Den Forschern zufolge leben heute etwa zehntausend Orang-Utans in derzeit noch bewaldeten Gebieten, die für Palmölplantagen vorgesehen sind. Werden diese landwirtschaftlich genutzt, sterben den Experten zufolge die meisten Tiere.

 

 
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