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Paten-Orang-Utans PDF Drucken E-Mail

Patenprogramm 2020

 

Insgesamt werden derzeit 36 (Stand August 2020) Orangutans rehabilitiert. Einige davon haben wir ins Patenprogramm Österreich aufgenommen.

 

 

 

 

Mamat

 

(copyright-Orangutan Rescue-SOC Sintang)

Männlich-Geboren 2003

Mamat lebte jahrelang auf einer Hühnerfarm in einem viel zu kleinen Hühnerstall bei Singkawan, West-Kalimantan. Er wurde von den Menschen der BKSDA zum Sintang Orang-Utan-Center gebracht. Weil er in stark unterernährt war, konnte er nur liegen. Durch den Mangel an Raum, um sich in seinem Hühnerstall zu bewegen, hatte er kaum Kraft in den Armen und Beinen. Er konnte sich nur durch Rollen fortbewegen.

Da Mamat einen Teil des Elektrozauns in der Tembak Waldschule durchbrach, darf er nur mehr unter strenger Aufsicht die Waldschule betreten. Das bedeutet natürlich, dass es auch weniger Gelegenheiten gibt mit Terra herumzuhängen. Noch dazu wenn Terra, wenn alles klappt, im August in die Wildnis entlassen wird.
Obwohl Terra viel jünger ist als Mamat ist, haben die beiden sich sehr gut verstanden, und Terra erwies sich sogar als große Hilfe bei der Entwicklung von Mamat.  Mamat hat sowohl physische als auch mentale Traumata, die seine motorischen und intellektuellen Fähigkeiten beeinträchtigen. Als er nach Sintang kam, hat er sich nicht, wie die meisten Orang-Utans in seinem Alter, in den Bäumen wie der König des Dschungels nach ganz oben gearbeitet.  Mamat blieb lieber auf dem Waldboden.
Terra machte jedoch einem solchen Eindruck auf Mamat, dass er sogar seine Angst überwand und versuchte ihr in die Bäume zu folgen.
Mamat hat auch Schwierigkeiten beim Bau von Nestern und beim Essen finden. Wir wissen, dass Mamat ein sehr stark beeinträchtigtes Sehvermögen hat und dass er dazu neigt, Lebensmittel durch Geruch zu lokalisieren und durch die Geräusche des Pflegers, der das Essen bringt.
Eine Möglichkeit, Mamats Vision zu testen, ist das Beobachten seiner Reaktionen, wenn ihm Bilder von bekannten Orang-Utans oder Menschen auf einem Tablet gezeigt werden. Es ist bekannt, dass Orang-Utans andere Personen auf Bildern und Videos erkennen können.
Ein berühmtes Bild, das dies demonstriert, findet sich in dem Buch, welches von Willie Smits mitverfasst wurde,  "Denker des Dschungels". Den ersten Orang-Utan, den er rettete, traf er nach langer Zeit wieder im Wald. Der Fotograf Jay Ullal hatte eine Kodak Sofortbildkamera mitgebracht und machte einige Fotos von Willie Smits zusammen mit Uce und ihrem Baby Bintang, welche er dann an Uce weitergab. Die beiden Affen studierten die Bilder mit großem Interesse. Als Willie Uce und ihr Baby verlassen musste und zurück blickte, sah er Uce, wie sie auf einer Seite ihr Baby hielt und auf der anderen Seite hielt sie die Bilder in der Hand. Es wäre nun jetzt schwer gewesen für Uce  zu klettern.  Also ging sie zu einem von Willies Technikern, Misri, der im Release Programm  arbeitete und steckte die Fotos in seine  Westentasche! Und auch noch nach über 1 Jahr, wenn Uce alle paar Wochen Misri sah, bat sie ihn darum die Bilder sehen zu dürfen und schaute leise eine halbe Stunde die Fotos an und  kletterte sie wieder zurück in den Geschützen Regenwald des Sungai Wain geschützten Wald. Wenn wir ein wasserdichtes Tablet bekommen können, werden wir einige Tests mit Mamat durchführen!



Terra

(copyright-fansfornature-sintang)- Terra(Links) und Ribang

 

Weiblich-Geboren 2013

Sie  wurde Anfang 2013 ins SOC gebracht. Sie war vier Monate alt und hatte keine Mutter, denn die war vor ihren Augen getötet worden. Mittlerweile ist Terra auch stärker. Sie ist ein Mädchen mit einem starken Charakter. Sie ist immer fröhlich und hat einen starken Willen. Aus diesem Grund, ist sie nun der Botschafter für Tembak Lestari: Der Übungswald in Tembak wo junge Orang-Utan Waisen für ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.

Terra kam am Anfang als ein verängstigtes kleines Baby zu uns, das sich selbst  umarmt und festgehalten hat. Mit der Zeit haben sich der erwachsene männliche Orang-Utan Mamat und die relativ kleine Terra angefreundet und relativ viel Zeit zusammen in der Waldschule verbracht. Leider hat Mamat  herausgefunden wie man den Elektrozaun im Wald durchbricht und deshalb kann er die Schule in Tembak  nur unter strenger Aufsicht betreten, bis der Zaun repariert ist und das Personal eine Lösung gefunden hat, um zu verhindern, dass er den Zaun durchbricht.
In Abwesenheit von Mamat  hat Terra sich stattdessen vorerst mit Ribang und Moni zusammengetan. Ribang ist ein männlicher Orang-Utan , ungefähr im gleichen Alter wie Terra und sie kennen sich  aus der Zeit, in der sie zusammen im großen Babygehege waren, in der Quarantäneeinrichtung des Rettungszentrums in Sintang. Moni ist etwas jünger als Terra und Ribang, aber sie kommt gut mit Terra und Ribang aus.
Wenn wir uns erinnern, wie viel Angst Terra auf dem Boden sitzend hatte, dann ist  es so schön, sie in der Waldschule  zu sehen. Sie ist neugierig und lernbegierig. Sie hat eine unabhängige Persönlichkeit  entwickelt und sie mag es auch  mit  den Gleichaltrigen rumzuhängen, was oft passiert. Sie streift aber gerne auch alleine durch den Wald  um  ihr eigenes Essen zu finden und um Nester zu bauen, in denen man schlafen kann. Sie bleibt gerne über Nacht im Wald über Nacht, normalerweise in einem renovierten Nest, welches von einem anderen Orang-Utan verlassen wurde. Mit dem Beginn der Regenzeit baut sie jedoch zunehmend ihre eigenen Nester von Grund auf neu. Das sind gute Nachrichten.
Obwohl Terra einer der intelligentesten  Orang-Utans in Tembak ist, ist Moni in der  Nestbautechnik ein wenig  besser. Wann immer es regnet, baut Moni  tatsächlich ein Dach über ihr Nest, das sie dann ein bisschen besser schützt  vor den sintflutartigen Regenfällen. In freier Wildbahn bauen viele Orang-Utans Dächer für ihre Nester, aber nur, wenn sie denken, es wird in der Nacht regnen. Terra muss noch üben für die Fähigkeit, auch einen Regenschutz zu bauen und lernen zu bewerten, ob es Regen in der Nacht geben wird oder nicht.
Da sich  Moni und Terra so nahe stehen und weil sie sie gezeigt haben, dass sie in der Lage sind,  auf sich selbst aufzupassen, werden sie voraussichtlich im August die Tembak Waldschule verlassen und  zusammen im Betung Kerihun National Park ausgewildert!! Mit Sicherheit wird Mamat seine Freundin vermissen.

 



Ribang

(copyright-SOC Sintang)

Ribang ist ein männlicher Orang-Utan, der Opfer des illegalen Tierhandels in Zentral-Kalimantan ist. Er war 8 Monate alt, als er gerettet wurde. Jetzt ist er in der Tembak Waldschule. Er ist ein sehr ungezogener, ungestümmer Orang-Utan und mag es, Dinge zu zerbrechen.

 



 

Manfred

(copyright-SOC Sintang)

Derzeit ist Manfred in der Jerora Forest School, er ist im April 2020 umgesiedelt, zusammen mit seinen Kollegen Tom, Jochem und Agung.
Manfred ist gesund und im Käfig ziemlich aktiv und agil. Obwohl er noch ein Baby ist, hat er keine Angst vor anderen Orang-Utans, die im gleichen Käfig sind wie er. Während der Fütterung und Anreicherungszeit, wenn Jochem oder Tom versuchen sein Essen zu stehlen, probiert er, sein Essen zurückzugewinnen, denn er will nicht von den anderen Orang-Utans übertroffen oder benachteiligt werden.
Normalerweise geht  er nach dem Essen in die Ecke des Käfigs, damit andere Orang-Utans ihn nicht stören. Manfred isst sehr gern Obst. Wann immer es Zeit zum Füttern ist, fängt er an, all das süße Zeug und sehr wenig Gemüse zu essen. Jetzt hat er auch weniger Angst vor den Pflegern und er fängt an, mit ihnen zu spielen, anders als früher, als er sie definitiv gemieden hat. Am Nachmittag, wenn die Zeit zum Blätter sammeln für die Schlafstelle ist und wenn Jochem bereits fertige Blätter für Schlafmatten oder für das Nest gesammelt hat,  folgt Manfred Jochem zu seinem Nest und die beiden teilen das Nest. Später wird Manfred die Waldschule besuchen, nachdem unser Team bestimmt hat, welche die geeignete Gruppe für ihn ist.



 

 

Jamilah

(copyright-SOC Sintang)

Jamilah wurde ca. 2001 geboren.
Sie liebt es, mit den Babies zusammen zu sein. Ihre Pfleger mag sie überhaupt nicht. Wenn diese sie in einen anderen Käfig bringen wollen, um ihren zu reinigen, dann setzt sie sich in die Türe und sekkiert die Pfleger mit einem Stock, während diese ihren Käfig putzen. 
Sie hat sehr schlechte Erfahrunen gemacht und ihre Mutter wurde von Jägern getötet, und auch sie wurde am linken Auge getroffen und ist auf diesem Auge blind.
Ca. 12 Jahre wurde sie auf einer Palmölplantage gehalten, musste dort Bier trinken und Zigaretten rauchen. Sie wurde von den Plantagenarbeitern sehr schlecht behandelt, geschlagen und genötigt.
Wahrscheinlich deshalb zeigt sie sehr deutlich, wen sie mag und wen nicht. Die meisten Orang Utans hier haben vor ihr Respekt bis sogar Angst.
Im SOC gibt es nur wenige Pfleger, die sie wirklich mag. Wenn sie ihre Tage hat, dann kommt es allerdings vor, dass sie mit männlichen Pflegern flirtet!  Weibliche Personen spuckt sie gerne an.
Und wenn Dr. Willie Smits kommt, freut sie sich am meisten- sie liebt ihn.

 

 



 

Viktoria

 

(viktoria-Links- Left- copyright-SOC Sintang)

Victoria ist in der gleichen Klasse wie Beno und Beni. Sie liebt besonders Beni, mit dem sie immer in der Waldschule spielt. Beni versucht, wie Selly auch immer, Victoria Essen zu stehlen. Aber Victoria lässt es im Gegensatz zu Mona nicht zu und wehrt sich. Es gibt jedoch keinerlei  Aggression zwischen den beiden. Sie behandeln sich mit Respekt.
Victoria hat einen ungewöhnlichen Appetit auf Rinde. Besonders die Rinde aus den Mentawa- und Cempedak-Bäumen. Orang-Utans essen Rinde, sie tun dies gewöhnlich nur, wenn kein anderes Essen vorhanden ist. Rinde ist nicht sehr nahrhaft und außerdem schmeckt Rinde normalerweise nicht so gut, obwohl der Latex in der Rinde der Mentawa und Cempedak, beide Mitglieder der Moraceae Pflanzenfamilie, besser bekannt als die Feigenfamilie, schmecken süßer und sind viel nahrhafter.
Victoria ist sehr gut darin, Essen zu finden, und insgesamt hat sie eine sehr abwechslungsreiche Ernährung. Die Rinde von Stielen und Zweigen zu entfernen  ist zum Beispiel nicht einfach und ist eine Fähigkeit, die nicht alle wilden Orang-Utans zu beherrschen scheinen.

 

 

 

 

 

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