| Dr. Willie Smits |
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Willie Smits
Willie Smits ist ein unermüdlicher Idealist. Seit Jahrzehnten versucht er im Dschungel von Borneo Orang Utans auf ein Leben in Freihheit vorzubereiten und das mit großen Erfolgen. Er ist der Begründer eines einzigartigen Programms zur Pflege und Auswilderung beschlagnahmter oder verletzter Orang-Utans. Es gilt mittlerweile als weltweit größtes Primatenschutzprojekt. Doch er hat nicht nur Freunde. Sein Haus wurde niedergebrannt, seine Hunde ermordet, er selbst tausendfach bedroht. Mehrere Mordanschläge hat er überlebt. Denn er legt sich mit mächtigen Interessengruppen an, bekämpft die Korruption, befreit gequälte Tiere unter Lebensgefahr. "Meine drei Söhne wollen meine Arbeit nicht fortsetzen", sagt Smits. Er will arbeiten, bis es nicht mehr geht. "Die Orang-Utans sind meine Verwandten, die nicht in menschlicher Sprache sprechen. Deshalb müssen wir für sie reden." Mit Uce, seinem ersten Orang-Utan, verbindet Smits bis heute eine tiefe Liebe. "Sie hat jetzt ihr drittes Baby geboren, es ist ihr erstes Kind, das wild aufwächst",
Biografie Der niederländische Bauernsohn geboren 1957, studierte Waldbau und Bodenkunde an der Agrar-Universität in Wageningen, ist promovierter Forstwirt und hat mittlerweile die indonesische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. Von Anfang an ist er an tropischen Regenwäldern interessiert und kommt so 1980 das erste Mal nach Ost-Kalimantan auf Borneo, Indonesien. Willie Smits lernt dort seine Frau kennen, die heute gewählte Königin der Tomohon (einem Dayak-Volk) auf Nord-Sulawesi ist. Er wird Berater des indonesischen Forstministeriums und entwickelt Methoden und Konzepte zur Wiederaufforstung des bedrohten Regenwaldes.Aus zwei Holzhütten baut er in den Jahren 1985 bis 1987 ein Herbarium und eine Baumschule auf, die Wanariset Forestry Research Station nahe der Stadt Balikpapan. Er entdeckt, dass das Wachstum der Tropenbäume beschleunigt werden kann, wenn die Wurzeln des Sämlings mit bestimmten Pilzen beimpft werden. Im Jahr 1989 wird er Leiter des Forschungsprojektes Tropenbos (Bos = Niederländisch für Wald) in Wanariset, einer internationalen Partnerschaft zwischen dem indonesischen Forstministerium und der niederländischen Tropenbos Foundation. Eine zufällige Begegnung im Jahr 1989 veränderte Willie Smits‘ Leben von Grund auf – die Begegnung mit Uce. Auf einem Markt in Balikpapan sieht er in „die traurigsten Augen, die man sich vorstellen kann“. Ein etwa 30 cm großes, beinahe haarloses und erbärmlich dünnes Etwas, eingesperrt in einen engen, kleinen Holzkäfig, blickt ihn unverwandt aus braunen Augen an. Es war ein Orang-Utan Baby. Willie Smits wusste, dass Verkauf und Kauf eines Orang-Utans in Indonesien verboten sind. Doch diese traurigen Augen ließen ihn nicht los. Am Abend kam er voller Unruhe zurück.Er fand das Orang-Utan Baby auf dem Abfallhaufen, sterbend; es war als unverkäufliche Ware entsorgt worden. Willie Smits nahm den kleinen Körper an sich,rannte so schnell er konnte nach Hause und massierte das Orang-Utan Baby 48 Stunden lang, versuchte ihm Wasser und Milch über einen Strohhalm einzuflößen. Er nannte sie Uce nach den japsenden Lauten, die sie beim Versuch Luft zu bekommen gemacht hatte als er sie fand. Kurze Zeit später wurde ihm ein weiteres,diesmal männliches Orang-Utan Baby gebracht,Dodoy. „Unsere ersten beiden Söhne waren damals kaum älter als die beiden Orang-Utans. Für mich war da kein großer Unterschied: Sie hatten sehr ähnliche Bedürfnisse und ich lernte von allen vier sehr viel über Körpersprache“, so der Vater von drei Söhnen und zweifache Großvater. Willie Smits suchte nach einer Möglichkeit die beiden Tiere artgerecht aufzuziehen mit dem Ziel sie wieder in die Freiheit zu entlassen. Er erkundigte sich im Nationalpark Tanjung Putin.Doch erst als er sich mit Dr.Hermann Rijksen besprach, wusste er wie er vorgehen musste. Die von Dr.Rijksen entwickelten wissenschaftlichen Richtlinien und Methoden zur Aufzucht und Wiederauswilderung von Orang-Utans sind mittlerweile Standard und sogar indonesisches Gesetz (SK 280, 05.Juni 1995). Weil ihm niemand Geld für sein Projekt geben wollte, ging er mit Uce und Dodoy im Arm zur Internationalen Schule von Balikpapan. Mit der Hilfe der Schulkinder,die ihr Taschengeld spendeten, Lesewettbewerbe, Briefaktionen und Kuchenverkauf veranstalteten, gründete Willie Smits im Jahr 1991 die erste Rehabiliationsstation in Wanariset. Das Center wird rasch zur Anlaufstelle für heimatlose, konfiszierte Orang-Utans.Dr.Rijksen später über Willie Smits: „In extrem kurzer Zeit hat er das fantastischste und übergroße Quarantänezentrum aufgebaut, besser als jedes Krankenhaus in der ganzen Umgebung, denn das ist typisch für Willie. Er will alles sehr, sehr gut machen.“ 1994 gründete Willie Smits die Balikpapan Orangutan Society (BOS), die 2005 in die Borneo Orangutan Survival Foundation umbenannt wurde. Er wird zum Anwalt der Orang-Utans und versucht unermüdlich die Not der Orang-Utans und die Situation der letzten indonesischen Regenwälder weltweit bekannt zu machen. Im Jahr 2001 fing BOS an, in der Nähe von Wanariset Land zu kaufen. Das erworbene Land war komplett entwaldet durch Holzeinschlag, Brandrodung und Austrocknung und bedeckt mit Alang Alang Gras (Imperata cylindrica).Willie Smits begann mit der Wiederaufforstung und Mitte 2006 waren bereits 740 verschiedene Baum- und Straucharten in Samboja Lestari (ewiges Samboja) gepflanzt. Die Wolkenbildung über dem Gebiet nahm zu und es fiel bis zu 30% mehr Regen. Dr.Willie Smits wurde oft für sein Engagement und seine Verdienste geehrt. Er trägt den Titel „Ritter der Niederlande“, der ihm vom niederländischen Königshaus verliehen wurde und ist der erste Nicht-Indonesier, dem der Satya Lencana Pembangunan Award (1998) verliehen wurde;die höchste Auszeichnung die Indonesien vergeben kann. Willie Smits wurde erst kürzlich zu einem der „Ode’s top 25 intelligent optimists“ durch Amory Lovins ernannt und ist seit 2010 Ashoka Senior Fellow. Neben seiner Arbeit für die Orang-Utans in Wanariset und Samboja Lestari ist er Berater für das Indonesische Orangutan Survival Programm. Das Buch “Die Denker des Dschungel – Der Orangutan Report“, wurde von Gerd Schuster und Willie Smits mit Photographien von Jay Ullal 2007 veröffentlicht. ( auch in englisch erhältlich)
Samboja Lestari -Willie"s Lebenswerk Zuflucht für Orang-Utans. Die Rechte hat die BOS Foundation für ca.2000 Hektar Land in Ostkalimantan langfristig und zum Nutzen der Bevölkerung wird dieses Gebiet renaturiert und geschützt. (-Agroforestry-) Samboja Lestarie war ein artenreiches Gebiet das durch Holzeinschlag und Waldbrände wertlos und brach und von einer nährstoffarmen Unkraut (Alan-Alang) bedeckt war. Besucher haben die Möglichkeit sich am Helping-hands-Programm anschließen. Mehrtägig kann man hautnah erfahren, was es bedeutet, einen Regenwald wieder neu entstehen zu lassen. Ein direkter Kontakt mit den Orang-Utans ist auf jedoch auf Grund der Vorschriften nicht erlaubt. Willie Smits ist unser wichtigster Partner und durch unsere enge Zusammenarbeit unterstützen wir zu 100% seine seine gesamten Projekte mit.
Entwicklung von 2003 2009 Photos- Link
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